Wirtschaft : Eon Energie AG: Stromverkauf über das Internet

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Die Münchner Eon Energie AG erwirbt für eine ungenannte Summe als erster Stromkonzern Europas mit der Mercateo.com AG eine junge Internetfirma. Beabsichtigt sei, gut drei Viertel der auf den Mittelstand und Kleinunternehmen spezialisierten Internet-Handelsplattform zu übernehmen, sagte Eon Energie-Chef Hans-Dieter Harig in München. Künftig wolle Eon über diesen Vertriebsweg Strom per Internet verkaufen und Mercateo für die sieben Millionen Eon-Privatkunden öffnen. Der Zukauf ist ein Start-up-Unternehmen, das erst vor Jahresfrist gegründet wurde und seit seinem Online-Start im April 2000 nach eigenen Angaben 25 000 Geschäftskunden vorwiegend aus dem Mittelstand auf seine Plattform ziehen konnte. Für kommendes Jahr peilt Mercateo-Vorstand Dirk Marcus über 50 Millionen Mark Umsatz an und glaubt, binnen zwei Jahren in die Gewinnzone zu kommen. Dieses Jahr erlösen die Münchner Internet-Händler eine einstellige Millionensumme. Für Eon dient die Neuerwerbung nicht zuletzt als Instrument zur Kundenbindung. Bald könnten vom Mercateo-Angebot gut 100 000 Eon-Mittelstandskunden profitieren. Eon-Strom wird ab März 2001 unter dem Namen Webpower über Mercateo online verkauft. Eon hat im Frühjahr mit dem Aufbau eines Internet-Portals begonnen und investiert dafür jährlich eine halbe Milliarde Mark.

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