Wirtschaft : Eon erhöht dieses Jahr seine Strompreise

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Europas größter Stromversorger Eon will im laufenden Jahr höhere Strompreise für Privatkunden durchsetzen. "Wir brauchen Erhöhungen von fünf bis zehn Prozent", sagte Ulrich Hartmann, Vorstandschef der Eon AG, zur Bilanzvorlage am Donnerstag in Düsseldorf. Nach Aussagen von Hartmann können alle deutschen Produzenten den Strom derzeit noch nicht kostendeckend herstellen. Daher sei eine Preiserhöhung notwendig.

Dass Eon im Jahr 2001 beim Stromgeschäft trotzdem schwarze Zahlen schrieb, liegt laut Hartmann daran, dass der Konzern von der Herstellung des Stroms bis hin zum Verkauf alle Bereiche abdecke. So könnte die defizitäre Produktion ausgeglichen werden. Insgesamt führte das im Energiebereich zu einer Steigerung des Betriebsergebnisses um 14 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. Auch für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einer weiteren Verbesserung.

Zusätzlichen Antrieb erwartet sich Eon durch den Kauf des britischen Energieversorgers Powergen. Bei der Übernahme des Unternehmens, das auch stark in den USA ist, befänden sich die Düsseldorfer laut Hartmann auf der Zielgeraden. Eon habe sich mit Powergen auf ein Übernahmeverfahren geeinigt. Danach könne Eon in einem Zuge alle Powergen-Aktien übernehmen. Dafür müssen jedoch mindestens drei Viertel der Powergen-Aktionäre zustimmen - und das oberste Gericht in London. Obwohl Powergen mit 15,2 Milliarden Euro die größte Firmenübernahme in der Konzerngeschichte darstellt, sind die Kassen gut gefüllt. Seit der Fusion von Veba und Viag zu Eon hat der Konzern Beteiligungen für rund 27 Milliarden Euro verkauft. "Für größere Sprünge sind wir finanziell also gut gerüstet", sagte Finanzvorstand Erhard Schipporeit.

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