Wirtschaft : Eon rechnet mit weniger Gewinn

Düsseldorf - Deutschlands größter Stromversorger Eon rechnet wegen der Lasten der Energiewende und der europaweiten Marktschwäche in diesem Jahr mit deutlich weniger Gewinn. Voraussichtlich werde 2013 ein Konzernüberschuss von 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro erreicht nach 4,3 Milliarden Euro im Jahr zuvor, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Besonders Gaskraftwerke seien wegen des Zuwachses erneuerbarer Energien derzeit „überwiegend nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben“, hieß es. Neben weiteren Kostensenkungen und Effizienzverbesserungen prüfe man auch die Stilllegung von Kraftwerken in Europa. Eon werde Investitionen zurückfahren und sich auf Wachstumsmärkte wie Russland und die Türkei konzentrieren. Außerdem werde weiter in erneuerbare Energien investiert. Der Konzern betreibt bereits große Windparks in den USA und ist bei mehreren Offshore-Projekten in der Nord- und Ostsee sowie bei Solarkraftwerken engagiert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sinkt von 10,8 Milliarden 2012 auf voraussichtlich 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro in diesem Jahr. Die Dividende für 2012 soll wie geplant bei 1,10 Euro liegen (plus zehn Cent). dpaEON SE]

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