Wirtschaft : Epcos profitiert von seinem harten Sparprogramm Bauelemente-Hersteller

macht wieder Gewinn

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München (nad). Nach dem schlechtesten Jahr in der Firmengeschichte ist der Münchener BauelementeHersteller Epcos zu Beginn des Geschäftsjahres 2002/03 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose, im laufenden Jahr ein moderates Umsatzplus und ein positives Ergebnis zu erzielen. Die im M-Dax notierte Aktie legte bis Dienstagnachmittag um 1,8 Prozent auf 10,96 Euro zu.

Nach einem Verlust im Vorquartal habe der Gewinn drei Millionen Euro betragen, teilte Epcos am Dienstag mit. Der Umsatz habe mit 330 Millionen etwas über dem des Vorquartals (326 Millionen Euro) gelegen. Das Wachstum verdankte Epcos vor allem dem Geschäft mit Automobil-Elektronik und Telekommunikation. Beim Mobilfunk habe sich das Geschäft wegen der Markteinführung neuer Geräte belebt. Einbußen verbuchte der Siemens-Ableger dagegen im Geschäft mit der Computer-Industrie und der Konsum-Elektronik. Auch der Auftragseingang hat sich nach Angaben von Epcos im ersten Quartal in allen Branchen wieder belebt. Er stieg gegenüber dem Vorquartal um 16 Prozent auf 340 Millionen Euro.

„Dass wir trotz des anhaltenden Preisverfalls in die Gewinnzone zurückgekehrt sind, ist ein klarer Beleg dafür, dass unsere Kostensenkungs-Maßnahmen greifen“, sagte Vorstandschef Gerhard Pegam. Das im Juli vergangenen Jahres eingeleitete Sparprogramm „Compete“ soll die Kosten im laufenden Jahr um 170 Millionen Euro senken. Dazu gehören Einsparungen im Einkauf und bei Fertigungsprozessen sowie die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer.

Das Sparprogramm soll Epcos auch für das gesamte Geschäftsjahr schwarze Zahlen bescheren. „Epcos hält an seiner Prognose fest, dass im Geschäftsjahr 2003 ein moderates Umsatzwachstum, ein positives Ergebnis und ein positiver Cash-Flow erzielt werden“, sagte Pegam. Die erfreuliche Ergebnisentwicklung im ersten Quartal dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, „dass wir nach wie vor mit schwacher Nachfrage und einem unvermindert harten Wettbewerbsumfeld konfrontiert sind“.

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