Wirtschaft : Erdbeben und Wirbelstürme drücken das Resultat

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Die Erdbeben und Wirbelstürme der vergangenen Wochen haben bei der Münchener Rückversicherungs AG erste Spuren hinterlassen. Allein das Erdbeben Mitte August in der Türkei sorge beim Versicherer der Versicherer für eine Belastung von 300 Millionen Mark, teilte der Konzern in einem Halbjahresbericht mit. Die Schäden aus den September-Beben nahe Athen und auf Taiwan könne man dagegen noch nicht beziffern.

Im ersten Halbjahr brachen die Gewinne aus dem Verkauf von Policen vor allem im Rückversicherungsgeschäft bereits von 468 Millionen Mark auf 48 Millionen Mark ein. Den Schwankungsrückstellungen wurden nur noch 147 (Vorjahr: 445) Millionen Mark zugeführt. Unter dem Strich bleibe es aber bei der Planung, dieses Jahr im Konzern ein deutlich höheres Ergebnis zu erreichen, bekräftigte der Vorstand. Grund dafür seien zum einen höhere Profite im Erstversicherungsgeschäft rund um den zur Münchener Rück zählenden Ergo-Konzern. Weiter steigen sollen auch die Gewinne aus Kapitalanlagen, die zum Halbjahr 2,08 (1,94) Milliarden Mark betrugen. Zudem wurden die Belastungen aus der jüngsten Steuerreform vollständig bereits im ersten Halbjahr berücksichtigt. Die Ablieferungen an den Fiskus stiegen bis Ende Juni dabei von 701 auf 965 Millionen Mark. Letztlich glauben die Münchner, auch höhere Beiträge für Rückversicherungspolicen am Markt durchsetzen zu können. In den ersten sechs Monaten der laufenden Periode ging der Konzernüberschuss jedoch erst einmal von 762 Millionen Mark auf 618 Millionen Mark zurück. Die Dividende je Aktie soll unverändert bei 1,80 Mark bleiben. An den Börsen sanken nach Bekanntgabe des Halbjahresberichts zunächst die Kurse des Dax-Wertes.

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