Erdgasförderung : China und Iran vereinbaren Milliardengeschäft

Ein iranischer Diplomat spricht vom "großen Geschäft": China und Iran haben eine Vereinbarung zur Erdgasförderung mit Investitionen von 16 Milliarden Dollar unterzeichnet.

Peking - Informierte Kreise im chinesischen Ölkonzern China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) bestätigten nach Angaben der chinesischen Zeitung "China Security News", dass das Unternehmen eine Absichtserklärung mit der National Iranian Oil Company über die Entwicklung des nördlichen Pars-Gasfeldes unterzeichnet habe.

Iranische Presseberichte sprachen von einem der größten Projekte im Bereich der Erdgasförderung. Auch ein iranischer Diplomat in Peking habe "das große Geschäft" bestätigt, berichtete die Tageszeitung "China Daily". Es sollen 16 Milliarden Dollar investiert werden. Nach acht Jahren solle die Förderung anlaufen, berichtete die Zeitung "Iran Daily". Das Gasfeld liege 85 Kilometer nördlich von dem riesigen Süd-Pars-Feld im Persischen Golf. Das Gas werde verflüssigt und zwischen beiden Parteien gleich aufgeteilt.

Iran trotzt Sanktions-Androhungen

Experten kommentierten nach chinesischen Berichten, der Iran wolle mit der Vereinbarung demonstrieren, dass es trotz der Androhung von Sanktionen durch die Vereinten Nationen weiterhin internationale Unternehmen gebe, die mit dem Iran Geschäfte machten. China und der Iran diskutieren auch schon länger über die gemeinsame Erschließung des Yadvaran-Ölfeldes. Die "Iran Daily" schrieb, diese Gespräche steckten in der Schlussphase.

(tso/dpa)

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