Wirtschaft : Erfolge beim Abbau von Schulden und Haushaltsdefiziten

In der folgenden Darstellung beziehen sich die Prozente bei der Haushaltslage und dem öffentlichen Schuldenstand auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP).Nach den Maastricht-Kriterien soll die Staatsverschuldung 60 Prozent des BIP nicht überschreiten.Das Haushaltsdefizit soll nicht höher als 3,0 Prozent des BIP sein.Die langfristigen Zinsen und die Inflationsrate sollen nicht über den durchschnittlichen Referenzwerten von 7,8 beziehungsweise 2,7 Prozent liegen. SPANIEN: Spanien gelang beim Defizite ein Kraftakt.Betrug der Wert 1995 noch 7,3 Prozent, so lag er 1997 bei 2,6 Prozent.Die Kommission erwartet eine Verringerung der Verschuldung von 1998 an.1997 wird der Richtwert mit 68,8 Prozent verfehlt. IRLAND: Die Regierung kann vor allem beim Abbau des öffentlichen Schuldenstand Erfolge vorweisen.Er betrug 1993 noch 96,3 Prozent und verringerte sich bis 1997 auf 66,3 Prozent.Gut steht das Land mit einem Haushaltsüberschuß von 0,9 Prozent da. LUXEMBURG: Das Land ist bei Haushaltslage und Schuldenstand EU-Primus.1997 gab es einen Etatüberschuß von 1,7 Prozent.Der Schuldenstand betrug nur 6,7 Prozent. NIEDERLANDE: Die Kommission bewertet den Abbau der Verschuldung als nachhaltig.1993 erreichte sie 81,2 Prozent und fiel auf 72,1 Prozent 1997.Seit 1993 wurde das Defizit von 4 auf 1,4 Prozent gedrückt. ÖSTERREICH: Das Land verbesserte die Haushaltslage deutlich.1995 betrug das Defizit 5,2 Prozent, 1997 nur noch 2,5 Prozent.Die Schuldenquote liegt mit 66,1 Prozent 1997 über dem Richtwert.Die Kommission erwartet einen stetigen Abbau. PORTUGAL: Die Regierung drückte zwischen 1993 und 1997 das Defizit um mehr als die Hälfte, von 6,1 auf 2,5 Prozent.Die Verschuldung liegt 1997 bei 62 Prozent. FINNLAND: Finnland hat den Haushalt fast ins Gleichgewicht gebracht.1993 betrug das Defizit 8 Prozent, 1997 nur noch 0,9 Prozent.Für 1998 wird ein Überschuß erwartet.Die Verschuldung liegt bei 55,8 Prozent. SCHWEDEN: Das Land erfüllt alle Kriterien.Da die Krone nicht am Europäischen Wechselkursmechanismus teilnimmt, wird diese im EU-Vertrag geforderte Bedingung nicht erfüllt und der Euro noch nicht eingeführt. DÄNEMARK UND GROSSBRITANNIEN: Beide wollen den Euro nicht zum 1.Januar 1999 einführen. GRIECHENLAND: Griechenland verfehlt alle Kriterien.Die Verschuldung lag 1997 bei 108,7, das Defizit bei 4 Prozent.Die durchschnittliche Inflation betrug 5,2 Prozent, der langfristige Zinssatz 9,8 Prozent.dpa

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