Wirtschaft : Ergo bleibt Dax-Kandidat

Der Kaufhauskonzern Karstadt bleibt Wackelkandidat im Deutschen Aktienindex Dax.Die Karstadt AG rangiert in der Donnerstag veröffentlichten aktuellen Rangliste der Deutschen Börse AG in der Kategorie Börsenumsätze zwar auf Platz 32.Beim zweiten Dax-Kriterium, dem Börsenwert, liegt der Titel aber nur auf Rang 37.Damit erfüllt Karstadt nicht das 35/35-Kriterium, nach dem Werte aufgenommen oder aus dem Dax ausgeschlossen werden können.Als möglicher Aufsteiger bietet sich mit dem Versicherungstitel Ergo derzeit nur ein Wert an.In der Kategorie Börsenumsätze liegt Ergo zwar hinter Karstadt auf Platz 34, bei der Börsenkapitalisierung aber auf Rang 21 und gehört damit bei beiden Kriterien zu den 35 größten.Spitzenreiter in der Rangfolge der Umsatzrenner ist derzeit Daimler Benz, gefolgt von der Deutschen Bank und Volkswagen.Der nach dem Börsenwert schwerste Dax-Titel ist allerdings Allianz, gefolgt von Daimler Benz und SAP.

Hoppenstedt auf CD

Der renommierte Aktienführer des Verlags Hoppenstedt wird dieses Jahr nach Angaben des Unternehmens erstmals auch auf CD-ROM erscheinen.Über sechs Suchkriterien, darunter Name, Branche und Jahresüberschuß, lassen sich die gewünschten Firmenporträts per Mausklick herausfiltern, wie der Verlag erklärte.Der Silberling umfaßt ausführliche Berichte über alle deutschen Börsengesellschaften.So listet der Aktienführer Angaben zum Vorstand, Aufsichtsrat, zu den Beteiligungen, Aktienkursen sowie Kontaktadressen auf.Die Einführungsausgabe kostet 79 DM.

Holzmann besser bewertet

M.M.Warburg & Co hat die Aktien des Baukonzerns Philipp Holzmann AG vom Underperformer zum Marktperformer hochgestuft.Empfohlen wird aber vorerst eine neutrale Gewichtung der Aktie im Portfolio.Aufgrund der zielstrebigen und umfassenden Restrukturierung sowie der strategischen Neuausrichtung auf das US-Geschäft scheine nach einem verheerende Geschäftsjahr der Turnaround vorgezeichnet, so die Analysten.Auch nach Abschluß der jahrelang dauernden Sanierung rechtfertigten Qualität und Höhe der erwarteten Erträge nicht die Einstufung als Outperformer.

Brockhaus zahlt 15 DM

Die Hauptversammlung des Mannheimer Verlags Bibliographisches Institut & F.A.Brockhaus AG hat am Donnerstag die Ausschüttung einer Dividende von 15 DM je 50-DM-Aktie genehmigt.1997 hatte der Verlag einen weit höheren Bilanzgewinn erzielt und eine Dividende von 7,50 DM sowie eine Sonderausschüttung von 40 DM gewährt.Allerdings hatte das Unternehmen 1996 das umsatzstärkste Jahr seiner Geschichte mit einem Konzernumsatz von 280 Mill.DM und einem Umsatz der AG von 211,5 Mill.DM erlebt.1997 war der Umsatz vor allem durch den Streit um die Rechtschreibreform drastisch eingebrochen.

Umstellung auf Nennwertlose

Der Pharma- und Chemieriese Hoechst und die Commerzbank stellen ihr Kapital auf nennwertlose Aktien um.Dies teilten beide Unternehmen am Freitag in Frankfurt mit.Die Umstellung erfolgt zum 20.Juli und hängt vor allem mit der Einführung des Euros zusammen.Die neue Währung würde einen gebrochenen Nennwert für die einstigen DM-Aktien bedeuten.Für die Aktionäre hat der Übergang zur Stückaktie keine Konsequenzen.

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