Wirtschaft : Ergo: Versicherungsgruppe legt weiter zu

Die Ergo Versicherungsgruppe hat im ablaufenden Jahr ihre Position als zweitgrößter deutscher Erstversicherer ausgebaut. "Wir rechnen für 2001 mit einem Beitragsplus von acht bis zehn Prozent und werden den Jahresüberschuss nochmals steigern", sagte Vorstandschef Lothar Meyer am Montag in Düsseldorf. Bei den Beitragseinnahmen wird die Gruppe, zu der die Tochterfirmen Victoria, Hamburg-Mannheimer, DKV und D.A.S. gehören, im Geschäftsjahr 2000 ein Plus von 5,7 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro verzeichnen. Der Jahresüberschuss soll um rund 50 Prozent auf 700 Millionen Euro steigen. Die Dividende für 200 solle daher höher ausfallen als die im Vorjahr gezahlten 1,02 Euro. Meyer begründete den Anstieg des Ergebnisses vor allem mit besseren Erträgen aus dem laufenden Geschäft sowie mit steuerlichen Sondereffekten.

Unterdessen will sich die Ergo-Tochter Hamburg-Mannheimer mit Arbeitsplatzabbau und Kosteneinsparungen fit für den Wettbewerb machen. Dies werde im Wege der natürlichen Fluktuation in den kommenden drei Jahren geschehen, sagte Ergo-Vorstandsmitglied Götz Wricke. Genaue Zahlen nannte er nicht. Einen Bericht des "Hamburger Abendblatts", wonach bundesweit mehr als 1000 Arbeitsplätze bei der Ergo-Tochter abgebaut werden sollen, nannte er aber falsch. Rund 300 Mitarbeiter will die Hamburg-Mannheimer durch die Zusammenlegung von Geschäftsstellen einsparen.

Für das Geschäftsjahr 2001 peilt Ergo ein Beitragsplus von acht bis zehn Prozent an. Die Sparte Lebensversicherung soll mit 15 Prozent noch deutlicher zulegen, auch bedingt durch die erstmalige Einbeziehung der Bayerischen Vita. Die Bereiche Lebens- und Krankenversicherung sind mit Beiträgen von 5,3 Milliarden Euro beziehungsweise von 3,8 Milliarden Euro die tragenden Säulen der Ergo-Gruppe.

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