Wirtschaft : Erinnerungsmünze: Bundesbank lässt Deutsche Mark in Gold prägen

Die Deutsche Bundesbank lässt ein Jahr vor Einführung des Euro-Bargeldes eine Goldmünze prägen, die an die dann verschwindende Deutsche Mark erinnern soll. "Mit der Goldmünze wird ein dauerhaftes Erinnerungsstück an die Deutsche Mark geschaffen", erklärte die Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt. Vom Sommer an wird die Münze, die dem Einmarkstück entspricht, bei Kreditinstituten und den Zweigstellen der Bundesbank erhältlich sein. Sie ist aus Feingold und kostet zwischen 230 und 250 Mark. Mit einem Gewicht von zwölf Gramm ist die Goldmünze deutlich schwerer als ein herkömmliches Einmarkstück (5,5 Gramm). Statt der Aufschrift "Bundesrepublik Deutschland" wird sie den Schriftzug "Deutsche Bundesbank" tragen. Im Zuge der Umstellung auf den Euro als europäische Gemeinschaftswährung hat die Deutsche Bundesbank ihre Kompetenzen an die europäische Zentralbank (EZB) übertragen.

Die fünf deutschen Münzstätten werden in den kommenden Wochen mit der Prägung beginnen, um die Nachfrage bedienen zu können. Den Startschuss dafür gibt Bundesbank-Präsident Ernst Welteke am 16. Januar in Berlin. Der Erlös aus dem Verkauf der Münzen fließt bis zu einem Betrag von 100 Millionen Mark der geplanten neuen Stiftung "Geld und Währung" in Frankfurt zu. Der Rest geht an die Stiftung "Preußischer Kulturbesitz", die das Geld zur Sanierung der Berliner Museumsinsel verwenden soll.

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