Ermittlungen : Heidelbergcement: EU-Wettbewerbsbehörde hat Büros durchsucht

Die Wettbewerbsbehörde der EU hat ein Verfahren gegen den größten deutschen Baustoffhersteller eingeleitet und Büros des Unternehmens in Europa durchsucht. Der Grund ist bislang unklar.

HeidelbergDie EU-Wettbewerbsbehörde hat Büros des größten deutschen Baustoffherstellers HeidelbergCement durchsucht. Es seien bereits am Dienstag Büros in Heidelberg, Großbritannien sowie die Verwaltung in Belgien und den Niederlanden durchsucht worden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch auf Anfrage. Auch bei den Konkurrenten Lafarge, Cemex und Holcim wurden Ermittlungen aufgenommen. Der Grund für das eingeleitete Verfahren der Wettbewerbsbehörde sei noch unklar, allerdings betreffe es die gesamte Zementindustrie in Europa, sagte eine Lafarge-Sprecherin auf Anfrage.

Auch Holcim-Sprecher Peter Gysel bestätigte ein entsprechendes Vorgehen der Behörde. Den Grund für die Untersuchungen wollte Gysel nicht nennen, man werde aber mit den Behörden "voll kooperieren" Auf der Homepage der mexikanischen Cemex hieß es, dass Mitarbeiter der EU-Behörde am Dienstag Büros in Deutschland und Großbritannien aufgesucht und Ermittlungen aufgenommen hätten. (nal/dpa)

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