Erneuerbare Energien : Branche verspricht traumhaftes Wachstum

Prognosen der Branche für erneuerbaren Energien haben einen traumhaften Zuwachs in Aussicht gestellt. Deutschland könnte seine Führungsrolle sowie Arbeitsplätze und den Export in diesem Feld deutlich ausbauen.

Hannover - Traumhafte Wachstumsraten und einen Ausbau der weltweiten Führungsrolle erwartet die Branche erneuerbarer Energien im Kampf gegen den Klimawandel. Bis 2020 würden sich die Arbeitsplätze in der Branche in Deutschland von derzeit rund einer knappen Viertelmillion mehr als verdoppeln, sagte der Vizepräsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, Hermann Albers, auf der Hannover Messe. Ihre Exporte mit aktuell 8,5 Milliarden Euro werde die Branche bereits bis 2010 verdoppeln können. Mittelfristig könne das Exportvolumen sogar die Werte der deutschen Automobilindustrie erreichen.

"Ein entscheidender Vorteil in Deutschland ist schon jetzt, dass es die anderen Länder versäumt haben, eine Herstellerlandschaft wie die unsere aufzubauen", sagte Albers. In der Branche herrscht Aufbruchstimmung.

Die Firma Enercon geht davon aus, dass allein mit mehr Effizienz an den bestehenden Standorten der Windkraftgewinnung ein Fünftel des deutschen Energiebedarfs gedeckt werden könne. Enercon ist nach eigenen Angaben der führende deutsche Hersteller für Windkraftanlagen. Mehr Standorte müssten dafür nicht geschaffen, sondern lediglich die alten Anlagen ersetzt werden, sagte Firmensprecher Andreas Düser. Eine moderne Anlage leiste so viel wie drei alte. "Langfristig gesehen können regenerative Energien 100 Prozent des Bedarfs decken." Die große Herausforderung sei es, regenerative Energien aufeinander abzustimmen und zu vernetzen.

Auch das Potenzial der Biogastechnologie sei noch lange nicht ausgeschöpft, hieß es am Stand des Biogasanlagen-Herstellers MT- Energie. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe sprach sich für eine flexiblere Besteuerung der Biokraftstoffe aus. Die Steuern darauf müssten den Kosten der Rohstoffbeschaffung kontinuierlich angepasst werden, um Biokraftstoffe gegenüber herkömmlichem Benzin und Diesel konkurrenzfähiger zu machen. (tso/dpa)

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