Erneuerbare Energien : Solon erfreut seine Anleger

Das Berliner Solarunternehmen bekräftigt Prognosen für die kommenden Jahre und will weiter expandieren.

Juliane Schäuble
Solon
Sonnige Zeiten. Der Solarmodulhersteller rechnet mit 75 Prozent mehr Umsatz in diesem Jahr. -Foto: ddp

Berlin - Aktionäre des Berliner Solarunternehmens Solon brauchten in den vergangenen Monaten besonders starke Nerven. Doch am Montag konnten sie sich endlich mal wieder so richtig freuen. Denn Solon-Vorstandschef Thomas Krupke bestätigte bei der Vorlage des Geschäftsberichts für 2007 in Berlin nicht nur die vorläufigen Zahlen für 2007 und den Ausblick für die beiden kommenden Jahre. Sondern Krupke erklärte gleichzeitig auch, weiter expandieren und zukaufen zu wollen. Der Markt reagierte erfreut: Die Aktie des im Technologieindex (Tec-Dax) notierten Unternehmens verteuerte sich zeitweise um mehr als acht Prozent auf 52,94 Euro und gehörte damit zu den stärksten Werten des Index.

Für dieses Jahr rechnet der Solarmodulhersteller bei Umsatz und bereinigtem Ergebnis mit einem Zuwachs von 75 Prozent. Für das kommende Geschäftsjahr stellte Solon, das Solarmodule und -systeme an fünf Standorten in Deutschland, Österreich, Italien und den USA produziert, ein Wachstum von 50 Prozent in Aussicht. Die Zahl der Mitarbeiter soll von derzeit gut 700 auf mehr als 1000 zulegen. Damit würde das Unternehmen sein Wachstumstempo noch erhöhen: Im vergangenen Jahr erreichte Solon ein Umsatzplus von 45 Prozent auf 503 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 42 Prozent auf 35,2 Millionen Euro, der bereinigte Überschuss von 14,4 Prozent auf 21,3 Millionen Euro. Die Nettoschulden belaufen sich nach Unternehmensangaben auf 115 Millionen Euro.

„Für diese Entwicklung waren in erster Linie unsere wichtigsten Märkte Deutschland und Spanien verantwortlich, wo sich das Wachstumstempo im vergangenen Jahr weiter beschleunigte“, schrieb Solon-Chef Krupke in einem Brief an die Aktionäre. Allerdings sank der Anteil der in Deutschland erzielten Umsätze auf 33 Prozent, während sich der Auslandsanteil von 60 auf 67 Prozent erhöhte.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters kündigte der Solon-Chef weitere Investitionen an. Mehr als 45 Millionen Euro will Krupke allein 2008 in die Werke in Deutschland und Italien investieren. Erklärtes Ziel sei es, die Kapazitäten auf 500 Megawattpeak mehr als zu verdoppeln. Weiteres Wachstum soll über zusätzliche kleinere Beteiligungen entstehen. Mit zwei Kandidaten sei er bereits im Gespräch, sagte der Solon-Chef. Damit wolle sich das Unternehmen den Zugang zu neuen Technologien für Solarzellen und Wafer verschaffen. Für die geplanten Investitionen will Krupke die im vergangenen Jahr realisierten Kapitalmaßnahmen verwenden: 2007 hatte Solon gut 260 Millionen Euro eingesammelt.

Auf die Zahlung einer Dividende müssen die Anleger allerdings noch länger warten. Angesichts des rasanten Wachstums sei auch in den nächsten Jahren keine Ausschüttung vorgesehen, erklärte Solon-Chef Krupke.

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