Wirtschaft : Ernst-Otto Stüber zur Vergleichbarkeit mit den Verhandlungen im öffentlichen Dienst (Interview)

Hat der Metall-Abschluss Signalwirkung für Si

Ernst-Otto Stüber ist Verhandlungsführer für die Kommunen bei den heute beginnenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.

Hat der Metall-Abschluss Signalwirkung für Sie?

Wenn man es als ein positives Signal wertet, dass es einen Tarifabschluss gegeben hat, ohne dass Arbeitskampfmaßnahmen notwendig waren, dann begrüße ich den Metallabschluss.

Könnten Sie sich ein ähnlich hohes Ergebnis vorstellen?

Niemals. Der Tarifvertrag wurde in einer privatwirtschaftlichen Branche geschlossen, die etwas zu verteilen hat. Übertrüge man das auf den öffentlichen Dienst, dann müssten wir die Beschäftigten an den Verlusten beteiligen. Denn wir haben in den Kassen ein Loch von 2,6 Milliarden Mark.

Wie hoch darf denn der Abschluss sein?

Da wir nicht eine einzige Mark verkraften können, dürften wir null Zugeständnisse machen. Das Maximum ist der Inflationsausgleich.

Da liegen Sie weit entfernt von Ihrem Verhandlungspartner.

Wer höhere Forderungen hat, verspielt Arbeitsplätze. Ein Prozent kostet 20 000 Jobs. Nicht zu vergessen, dass schon heute Krankenhäuser schließen müssen, weil die Kosten zu hoch sind. Nebenan machen billigere private Wettbewerber das Geschäft. Auch diese Entwicklung ist eine Funktion des Tarifabschlusses.Mit Stüber sprach Antje Sirleschtov.

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