ERNTEBILANZ 2007 : Bauern ernten weniger – Preise steigen

GETREIDE

Die deutschen Bauern haben im Erntejahr 2007 mit 40 Millionen Tonnen knapp neun Prozent weniger Getreide als im Vorjahr geerntet. „Das ist weiß Gott kein schönes Ergebnis“, sagte Helmut Born, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, am Montag in Berlin. Als Gründe nannte Born die außergewöhnliche Hitze und Trockenperioden im Frühjahr. Bessere Ergebnisse erwartet er für die noch ausstehende Maisernte. Obwohl die Getreideernte in ganz Europa schlecht ausfiel, wurde 2007 weltweit mit 610 Millionen Tonnen deutlich mehr Getreide geerntet. Der Bedarf stieg parallel auf 620 Millionen Tonnen. Daher rechnet Born mit weiterhin hohen Erzeugerpreisen.

EINKOMMEN

Trotz der schwachen Ernte gibt es gute Nachrichten für die Bauern: Wegen der gestiegenen Erzeugerpreise für Milch und Getreide verdienten sie im Erntejahr 2007 fünf bis zehn Prozent mehr.

PREISERHÖHUNGEN

Befürchtungen, wonach die gestiegenen Verbraucherpreise für Milchprodukte und Brot für Teile der Gesellschaft unbezahlbar würden, wies Born als „völlig unbegründet“ zurück. Die Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten seien minimal. Born sagte, er erwarte steigende Preise auch für Schweinefleisch. Davon müssten aber nicht nur der Handel, sondern auch die Erzeuger profitieren, da diese unter den hohen Energie- und Futterpreisen litten, betonte er. jpe

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