Wirtschaft : Erpresser drohen Red Bull in Österreich

Berlin - Der Energy-Drink-Hersteller Red Bull wird erpresst. Unbekannte hätten gedroht, Dosen in einer Filiale eines Lebensmittelhändlers in Wien mit Fäkalkeimen zu verunreinigen, sofern nicht eine geforderte Geldsumme bezahlt werde. Sobald die Dosen geöffnet würden, könnten die Keime dann in das Getränk gelangen. Bei Kontrollen habe die Firma allerdings nichts gefunden, teilte das Unternehmen mit. Mit dem Schritt wollte der Konzern öffentlichen Drohungen der Erpresser zuvorkommen.

„Bei der Staatsanwaltschaft Salzburg laufen die Ermittlungen seit Anfang des Monats“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Marcus Neher. In Deutschland gab es keine Erpressungen, „sie haben nur Österreich betroffen“, erklärte Barbara Platzer von Red Bull Deutschland. „Nachdem dieser rein kriminell motivierte Erpressungsversuch nicht nur Red Bull betrifft, sondern indirekt alle anderen Lebensmittel im Handel betreffen kann, haben wir uns entschlossen, dass sich das Unternehmen nicht als erpressbar erweisen darf“, erklärte die Firma in einer Mitteilung.

Red Bull verkaufte im vergangenen Jahr weltweit 5,2 Milliarden Dosen. Die Firma mit ihrem Hauptsitz im österreichischen Fuschl am See hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 15,9 Prozent auf 4,93 Milliarden Euro gesteigert. In Deutschland legte der Verkauf nach Red-Bull-Angaben um 14 Prozent zu. Künftig will das Unternehmen neben seinen westlichen Kernmärkten vor allem in Zukunftsmärkten wie Brasilien, Indien und Südkorea wachsen. Red Bull beschäftigte Ende vergangenen Jahres rund 9000 Mitarbeiter in 165 Ländern. lde/rtr/dpa

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