Wirtschaft : Erst ab 2008 weniger Auto-Pannen Hauptursache ist die Elektronik

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(alf). Die meisten Autopannen gehen inzwischen auf Fehler in der Elektrik und Elektronik zurück. Im Jahr 2002 hatten 57 Prozent aller Liegenbleiber Probleme mit der Stromversorgung oder Verteilung, im Jahr 2008 werden vermutlich sogar zwei Drittel aller Pannen der Elektronik geschuldet sein. Dann sei allerdings auch der Höhepunkt erreicht, „nach dem Jahr 2008 könnte der Trend gebrochen sein“. In einer Studie über Pannenursachen kommt der Gelsenkirchener Autoprofessor Ferdinand Dudenhöfer zu dem Ergebnis, dass die mangelnde Zuverlässigkeit des Batteriesystems die meisten Elektropannen verursacht. Und weil es ständig mehr Stromverbraucher im Auto gibt, verstärkt sich das Problem – bei allen Automarken: „Aufgrund der hohen Komfort und Sicherheitsausstattungen der modernen Fahrzeuge trifft das Zuverlässigkeits-Problem alle Hersteller. Es liegt damit ein Branchenproblem vor, dass sich in den nächsten Jahren weiter verschärft“, schreibt Dudenhöffer in seiner am Montag vorgelegten Pannen-Studie. Dabei sei unstrittig, dass die Elektronik „der größte Innovationstreiber in modernen Fahrzeugen“ sei. So habe etwa das elektronische Fahrwerksstabilitätsprogramm ESP die Unfallzahlen „bei einigen Herstellern um fast fünf Prozent reduziert“.

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