Wirtschaft : Erste Hilfe für die Jobsuche Worauf man bei Online-Tests achten muss

Eine erste Orientierung für die Berufswahl können Berufstests bieten. Doch wenn man in einer Internet-Suchmaschine das Wort „Berufstest“ eingibt, wird man von der Masse der Angebote regelrecht erschlagen. Versicherungen, Arbeitgeberverbände, Institute und Berufsberater werben dort für ihre Tests. Jeder Anbieter hat eigene Interessen: Einige wollen Azubis anlocken, andere Kontakt zu potenziellen Kunden aufnehmen.

Um den richtigen Test für sich zu finden, muss man deshalb wissen, was man erwartet. Einige Tests richten sich an Hauptschüler, andere an Abiturienten und Uni-Absolventen. Einige fragen nur nach persönlichen Interessen, andere nur nach Schulnoten oder Fähigkeiten. „Gute Tests verbinden das alles“, sagt Barbara Knickrehm, Sprecherin des Verbands für Bildungs- und Berufsberatung.

Welche Tests vielversprechend sind, ist für Schüler schwer zu beurteilen. Einen Überblick bietet die Stiftung Warentest, die im März 2007 zahlreiche Berufstest untersucht hat. Die Ergebnisse sind zwar fünf Jahre alt. Doch Anbietern, die damals gut abgeschnitten haben, könne man auch heute noch vertrauen, sagt Knickrehm.

Der Test der Arbeitsagentur auf www.planet-beruf.de ist einer der bekanntesten und wird jeden Monat fast 300 000 Mal aufgerufen. Das Programm fragt etwa, was einem Spaß macht, was man besonders gut kann oder wie gut man in der Schule ist. Je nachdem, wie tief man ins Detail geht, dauert es zwischen 30 Minuten und zwei Stunden, alle Fragen zu beantworten. Am Ende listet der Computer aus 500 Berufen die auf, die gut zu einem passen könnten. Aber damit fängt die Arbeit erst an. Anhand dieser Liste muss man weiter recherchieren und sich über die vorgeschlagenen Berufe informieren. Die Arbeitsagentur hat in ihrem Internet-Angebot „Berufenet“ zu jedem Job ausführliche Infos. Im Anschluss sind Praktika sinnvoll.

Wer seinen Wunschberuf kennt, kann einen Test von Arbeitgeberverbänden machen. Dort erfährt man oft, welcher Job innerhalb einer Berufsgruppe gut passt.

Die Tests fragen oft nach persönlichen Dingen wie Hobbys und Vorlieben. Solche Daten sind aber auch für Firmen eine Goldgrube. Damit man am Ende nicht mit Werbung zugemüllt wird, sollte man nicht leichtfertig seine Post-Anschrift oder E-Mail-Adresse angeben. Für einen seriösen Test sind die irrelevant. dpa

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