Wirtschaft : Erste Maßnahmen zur Gesundung des Konzerns wurden bereits eingleitet

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Der Vorstand des angeschlagenen Baukonzerns Philipp Holzmann AG und die Unternehmensberatung Roland Berger legen heute den Gläubigerbanken ihr ausgearbeitetes Sanierungskonzept vor. Der Vorstandsvorsitzende Konrad Hinrichs zeigte sich am Montag zuversichtlich: "Die Sanierung des Philipp-Holzmann-Konzerns ist auf gutem Weg." Wichtige Schritte zur Neustrukturierung und Gesundung des Konzerns seien bereits eingeleitet worden.

Die Geschäftsverantwortung wurde von den Direktionen auf sieben Hauptniederlassungen und zehn weitere Niederlassungen übertragen. Die Zahl der Niederlassungen verringert sich von 40 auf 17. 2700 Arbeitsplätze werden dadurch wegfallen. Die betroffenen Mitarbeiter sollen zunächst in Auffanggesellschaften unterkommen. Gleichzeitig leisten bereits seit dem 1. Februar die Arbeitnehmer im Konzern ihren vereinbarten Teil zur Sanierung und arbeiten pro Woche fünf Stunden länger. Allerdings ist die Zustimmung der beiden Arbeitnehmerverbände zum Sanierungstarifvertrag bisher ausgeblieben.

Die Zahl der Beteiligungen soll von bisher 600 auf 300 bis 350 fallen. Engagements, die unrentabel sind oder nicht zur Konzernstrategie passen, werden abgestoßen. In Deutschland sind bereit erste Verkäufe eingeleitet worden. Unterdessen schreitet die finanzielle Sanierung voran. Der versprochene neue Kredit der Gläubigerbanken wurde inzwischen freigegeben. Für Ende Februar ist die bereits beschlossene Kapitalerhöhung auf insgesamt fast 1,3 Milliarden Mark geplant. Und im März erhält der Konzern durch die Ausgabe von Wandelgenussrechten weiteres Eigenkapital in Höhe von 770 Millionen Mark.

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