Wirtschaft : Erster IG-Metall-Bezirk will vier Prozent mehr Forderung gibt Richtung

für neue Tarifrunde vor

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Frankfurt (Main) (dpa). Die IG Metall fordert für die anstehende Tarifrunde in Hessen, RheinlandPfalz, Thüringen und dem Saarland vier Prozent mehr Lohn und Gehalt. Es ist die erste konkrete Forderung einer regionalen Tarifkommission. Für die rund 450 000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie der vier Länder sei die Entscheidung mit großer Mehrheit beschlossen worden, teilte ein Sprecher der Bezirksleitung mit. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Nach einer rund vierstündigen Sitzung in Frankfurt habe es bei der Abstimmung nur einige Gegenstimmen gegeben.

„Die Forderung ist niedriger als in den vergangenen Jahren und trägt damit der wirtschaftlichen Lage der Betriebe Rechnung“, sagte Bezirksleiter Klaus Mehrens. Angesichts niedriger Inflationsraten führe sie aber dennoch zu einer realen Einkommenssteigerung für die Beschäftigten.

Der Arbeitgeberverband Pfalz-Metall wies die Forderung zurück. „Die IG Metall lebt in Absurdistan“, sagte Hauptgeschäftsführer Werner Simon. Die Branche habe im dritten Jahr in Folge mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Laut Simons Kollege beim Verband Hessen-Metall, Volker Fasbender, sind seit dem letzten Tarifabschluss mehr als 100 000 Arbeitsplätze verloren gegangen. „Deshalb sind vier Prozent heute so falsch wie 6,5 Prozent vor zwei Jahren.“

Die IG-Metall-Spitze hatte am Montag eine Forderungsempfehlung von „bis zu vier Prozent“ vorgeschlagen und will über die endgültige Zahl am 27. November entscheiden. Eine wichtige Vorgabe ist dabei das Votum der IG Metall in Baden-Württemberg, das für den kommenden Donnerstag erwartet wird. Der Südwesten war in vergangenen Tarifrunden häufig Pilotbezirk.

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