ERYTHROPHOBIE : Jetzt bloß nicht rot werden

SOZIALE ANGST



Menschen mit sozialen Ängsten neigen häufig dazu, bei Aufregung zu erröten. Für die Betroffenen kommt zu der Situation, die sie als unangenehm empfinden, die Angst, dass es jeder merkt. Das Phänomen heißt Erythrophobie, erklärt die Psychologin Doris Wolf. Sie hat das Buch „Keine Angst vor dem Erröten“ geschrieben.

WAS DAHINTER STECKT

Hinter der Angst vor dem Erröten steht die Selbstablehnung oder die Angst vor Ablehnung durch andere. Betroffenen ist das Rotwerden peinlich. Sie haben Angst, dass die Außenwelt sie nicht ernst nimmt oder sie als Versager dastehen.

DIE LÖSUNG

Es gibt mentale und körperliche Strategien, um gegen das Erröten vorzugehen. Mental können Betroffene sich eine andere Einstellung aneignen, indem sie sich sagen: Ich darf erröten, mein Körper kühlt dabei ab, ich bin empfindsam und mache mir etwas aus meiner Umwelt. Sie können lernen, ihre Aufmerksamkeit statt auf das Erröten auf neutrale Themen zu lenken. Körperlich kann man Erröten durch Atemtechniken und Entspannungsverfahren mindern. Wenn der Leidensdruck allerdings sehr groß ist, das Erröten den Arbeitsalltag überschattet, sich berufliche Nachteile ergeben oder Depressionen entstehen, sollte man den Besuch bei einem Psychologen nicht scheuen.ut

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