Erzeuger : Mehr Sicherheit für Investitionen

Die Erneuerbaren. So fasst man gern alle Unternehmen zusammen, die sich mit der Erzeugung von Strom oder Wärme aus regenerativen Quellen beschäftigen.

Dabei wird oft übersehen, dass ein Landwirt, der statt Lebensmittelweizen lieber energiereichen Mais anbaut, um diesen in Biogasanlagen zu vergären, wenig gemein hat mit Herstellern von Windrädern. Hinter dem Schlagwort verstecken sich auch ökologisch fragwürdige Biosprit-Erzeuger, weil „den Erneuerbaren“ ja die Zukunft gehört, wie die Bundesregierung immer betont. Jeder mag auf der Siegerseite sein und hofft, etwas von den Fördermillionen abzubekommen.

Um Förderung geht es vielen Unternehmen dieses bunten Sektors kurz- und mittelfristig. Da die Fördersätze mit den Jahren aber sinken – sinken müssen, um die Produktivität zu steigern –, brauchen die Unternehmen zunehmend private Geldgeber und dafür ein Investitionsklima, in dem ihre wachsende Bedeutung nicht infrage gestellt wird. Genau das aber tut die nun diskutierte Laufzeitverlängerung für Akws. „Das Problem ist weniger die Länge einer Laufzeitverlängerung, sondern dass sie überhaupt kommen soll“, sagt Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Erneuerbaren Energien. Das schade dem Vertrauen in die Erneuerbaren und der Investitionssicherheit. Er kritisiert zudem, dass die Akw-Debatte den Fokus auf die Stromerzeugung lenkt, obwohl die regenerative Wärmeerzeugung „mindestens genauso wichtig“ sei. Wenn es nach den Erneuerbaren ginge, sollten die Energiekonzerne mehr in Netze und Energiespeicher investieren. Das Geld dafür könnten sie ja mit erneuerbarer Energie verdienen.kph

0 Kommentare

Neuester Kommentar