Wirtschaft : Es wird ermittelt

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Siemens-Chef Klaus Kleinfeld wollte das Thema schnell abhaken: Um unbequemen Fragen vorzugreifen, kam er selbst auf den insolventen Handyherstellers BenQ Mobile zu sprechen. Siemens sei von der Entwicklung überrollt worden, verteidigte er sich. Beim Verkauf der Handysparte an BenQ sei die Insolvenz nicht absehbar gewesen. Noch vier Wochen vor der Pleite habe sich BenQ zum früheren Handygeschäft von Siemens bekannt.

Die Insolvenz hat womöglich ein juristisches Nachspiel. Gegen die Geschäftsführer des Handyherstellers seien Ermittlungen eingeleitet worden, sagte der Münchner Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld. Es gehe dabei um den Verdacht der verspäteten Insolvenzantragstellung und verschiedener Bankrottdelikte . Der zuständige Staatsanwalt habe bei Insolvenzverwalter Martin Prager Dokumente zu den Vorwürfen angefordert, die bislang aber noch nicht eingegangen seien. Schmidt- Sommerfeld wollte sich nicht zu einem

möglichen Zeitrahmen der Ermittlungen äußern. Die Arbeit des Insolvenzverwalters habe Vorrang, sagte er. nic/AFP

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