Wirtschaft : Escada will cooler werden Damenmode-Hersteller übertrifft Jahresziele

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München - Unter neuer Führung will der Münchner Luxusmodekonzern Escada bald zur führenden Gruppe großer internationaler Modekonzerne aufschließen. Der Damenmode-Hersteller übertraf in diesem Jahr sein Ergebnisziel und will auch im kommenden Jahr mit einem frischeren Markenauftritt deutlich wachsen. „Wir sind sehr stolz auf das, was wir im letzten Jahr erreicht haben“, sagte Escada-Chef Frank Rheinboldt am Mittwoch in München. Die Escada-Aktie stieg kräftig um sieben Prozent.

Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr (31. Oktober) stieg nach vorläufigen Zahlen um gut sieben Prozent auf 695 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) erhöhte sich um knapp 14 Prozent auf rund 74 Millionen Euro. Damit übertraf Escada seine selbst gesteckten Jahresziele. Wegen Abschreibungen auf Vorräte und latenter Steuern sank der Gewinn nach Steuern aber von 13,7 auf 6,0 Millionen Euro. „Warenbestände, die älter als zwei Jahre sind, werden in Zukunft nicht mehr geduldet“, sagte Rheinboldt.

Der 39-jährige Manager hatte im Februar die Führung von Konzerngründer Wolfgang Ley übernommen, der die Marke Escada seitdem als „Botschafter“ repräsentiert. Nach außen will Rheinboldt Escada vom Edelschneider mit angestaubtem Image zum Luxuskonzern machen, der mit internationalen Marken wie Chanel und Dior mithalten kann. Rheinboldt sagte, Escada müsse „noch viel stärker als Luxusmarke in den Köpfen verankert werden“. Im laufenden Geschäftsjahr will Escada den Umsatz deutlich steigern. In spätestens fünf Jahren soll die Eigenkapitalbasis, die bei 25 Prozent liegt, 30 Prozent betragen. nic

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