Wirtschaft : Eschede-Opfer können auf Kulanz bauen

KÖLN (rtr).Die deutschen Versicherungen wollen ohne Rücksicht auf die Verschuldensfrage an Hinterbliebene und Opfer der Bahnkatastrophe von Eschede zahlen."Die Opfer von Eschede müssen sich keine Sorgen wegen der Haftungssituation machen", sagte das Vorstandsmitglied der Colonia Versicherungs-AG, Ekkehard Metzdorf.Die Colonia führt ein deutsches Versicherungskonsortium an, das einen Teil des Haftpflichtrisikos gedeckt hat."Wenn Ansprüche kommen, werden sie ordentlich reguliert", sagte Metzdorf.Nach dem deutschen Haftpflichtgesetz müssen die Versicherungen eigentlich dann kein Schmerzensgeld zahlen, wenn dem Betreiber - in diesem Fall der Deutschen Bahn AG - kein Verschulden nachgewiesen wird.Bei dieser sogenannten "verschuldensunabhängigen Haftung" gilt außerdem die Obergrenze von 2500 DM für monatliche Renten oder Unterhaltszahlungen.

Ob es ein Verschulden der Bahn gebe oder nicht, könnten die Versicherungen zur Zeit nicht beurteilen, sagte Metzdorf."In unserer Regulierung des Schadens für die Betroffenen spielt das aber keine Rolle", ergänzte er.

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