Wirtschaft : Esser wirft Vodafone vor, die Bankberater zu ködern

Für den Umtausch von Mannesmann-Aktien gegen eigene Papiere zahlt der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone-Airtouch nach Angaben aus Bankenkreisen keine "Fangprämien". Eine Provision von zwei Prozent sei als Kostenerstattung nicht sensationell viel, sagte ein Sprecher der Dresdner Bank. Die Berater bekämen keine Extraprämien. Zuvor hatte Mannesmann-Chef Klaus Esser der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt, dass Vodafone den Bankberatern eine Provision in Höhe von zwei Prozent zahle, wenn sie eine Tauschempfehlung bis zum 20. Januar aussprächen. Danach würden nur noch ein Prozent gezahlt. Solche Maßnahmen würden in dem deutschen Übernahmeangebot nicht genannt. Der weltgrößte Mobilfunkbetreiber Vodafone Airtouch bietet beim größten Übernahmeversuch der Wirtschaftsgesichte für eine Mannesmann-Aktie 53,7 Vodafone-Papiere. Die Umtauschfrist endet am 7. Februar. In einem Gespräch mit der "Rheinischen Post" warnte Esser die Aktionäre erneut vor einem voreiligen Aktienverkauf. Gleichzeitig kündigte er weitere Firmenkäufe in Europa an. Das werde den Unternehmenswert noch schneller steigen lassen. Spätestens in eineinhalb Jahren werde die Mannesmann-Aktie einen Wert von 350 Euro erreichen, wenn das Unternehmen unabhängig bleibe, sagte Esser. "Daran werde ich mich messen lassen."

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