Wirtschaft : Etappensieg unterm Ärmelkanal

Paris/Berlin - Durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal dürfen künftig auch Züge mit einem sogenannten verteilten Antrieb fahren. Dies erlaube im Grundsatz die für die Sicherheitsvorschriften zuständige Kommission CIG, wie diese auf ihrer Internetseite mitteilte. Beim verteilten Antrieb, wie er etwa in den neuesten Siemens-Zügen wie dem ICE-3 zum Einsatz kommt, sind Motoren unter mehreren Wagen eines Zuges angebracht und nicht mehr nur in einer Lok an der Spitze oder am Ende eines Zuges. Die Kommission betonte allerdings, Züge mit einem solchen Antrieb würden nur zugelassen, wenn sie auch allen anderen Anforderungen entsprächen. Die Entscheidung ist ein weiterer Etappensieg für den Technologiekonzern Siemens und die Deutsche Bahn. Der Bahnbetreiber Eurostar, der bislang als einziger mit Personenzügen durch den Ärmelkanal-Tunnel fährt, hatte kürzlich einen Auftrag für neue Züge an Siemens vergeben. Der unterlegene französische Konkurrent Alstom klagte dagegen – da bislang verteilte Antriebe nicht zugelassen waren. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben