Wirtschaft : Eternit plant Tonziegel

BERLIN (dr).Ein operatives Ergebnis von annähernd 38 Mill.DM für 1998 und damit fast auf Vorjahreshöhe und ein Umsatzzuwachs um etwa ein Prozent auf mehr als 638 Mill.DM - Werner Rüberg, Vorstandsvorsitzender der Eternit AG, Berlin, konnte den vorläufigen Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres das Prädikat "gut" verleihen.Rüberg wertete das Erreichte um so höher, als der Konkurrenzkampf in der Branche immer härter werde.Man befinde sich in einem Verteilungskampf wenn nicht sogar Verdrängungswettbewerb.Bei Eternit schreiben alle Bereiche schwarze Zahlen.

Eternit will mithalten und plant Investititionen.Zum einen soll zusammen mit dem Berliner Unternehmen Alligator-Sunshine im Werk Berlin-Rudow ein Zentrum für Solardachindustrie geschaffen werden.Die Gespräche seien weit fortgeschritten und verliefen positiv.Plan ist, die Kollektoren-Elemente von Alligator-Sunshine, die in erster Linie der Warmwasser-Versorgung dienen, in die Dachfläche zu integrieren.

Rudow, wo bekanntlich wegen der Konzentration der Faserzementproduktion 190 der 440 Arbeitsplätze des Standortes abgebaut werden sollen, kann sich zudem Hoffnungen auf ein neues Werk für die Tonziegelproduktion machen.Eternit, die bisher kein Angebot in diesem Segment hat, will zum Komplettanbieter werden und entweder einen bestehenden Anbieter übernehmen, oder aber selbst aktiv werden.Man wolle mit Tonziegeln in den kommenden fünf Jahren einen Umsatz von 150 Mill.DM bis 200 Mill.DM per anno erreichen, so Rüberg.Alternativer Standort zu Berlin sei der Raum Magdeburg, wo eine höhere Förderung geboten werde.Entscheidend werde die Frage der Rohstoffanlieferung sein.Kommt der Ton aus dem Westerwald hat Magdeburg die Nase vorn, Rudow würde von einem polnischen Zulieferer profitieren.Die Mutter von Eternit, die Etex-Gruppe, plant Millioneninvestitionen.Pro eine DM Umsatz könne man mit Investitionen von rund 2,00 bis 2,50 DM rechnen, so Rüberg.

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