Wirtschaft : EU befürchtet Klagen bei Euro-Verschiebung

Vertrag läßt keinen Spielraum

HAMBURG (rtr).EU-Kommissar Yves-Thibault de Silguy befürchtet für den Fall einer Verschiebung der Europäischen Währungsunion (EWU) eine Flut von Schadensersatzklagen."Alle Banken, alle Unternehmen, die auf den Vertrag (von Maastricht) vertraut haben, könnten ihre Kosten für die Vorbereitung zurückverlangen", sagte de Silguy dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".Auch gegen den Vertragsbruch selbst würde vor den höchsten Gerichten geklagt.Der Vertrag ließe eine Verschiebung der EWU nicht zu.Auf die Frage, was passieren würde, wenn die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union Anfang Mai 1998 beschließen würden, den Beginn der Währungsunion auszusetzen, antwortete De Silguy: "Dann ist der Euro tot." Für einen späteren Termin müßte der Vertrag geändert und in den Parlamenten ratifiziert werden.

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