Wirtschaft : EU beschließt in Brüssel eine entsprechende Richtlinie

Säumige Zahler werden in der Europäischen Union künftig mit höheren Verzugszinsen bestraft. Die Industrieminister der 15 Mitgliedstaaten billigten am Donnerstag in Brüssel eine entsprechende Richtlinie. Demnach sind im Geschäftsverkehr des privaten und öffentlichen Sektors derzeit 10,75 Prozent Zinsen fällig, wenn 30 Tage nach Erhalt der Rechnung keine Zahlung eingegangen ist. Die Frist kann - je nach Vertrag und Mitgliedstaat - auch länger ausgedehnt werden. Der EU-weit gültige Zinssatz berechnet sich aus einem Aufschlag von sieben Prozentpunkten auf den von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegten Leitzins von derzeit 3,75 Prozent. Zudem erhalten die Verkäufer das Recht, sich für ihre Kosten beim Geldeintreibens voll entschädigen zu lassen. Nach Angaben der EU-Kommission ist jede vierte Pleite in der EU auf verspätete Zahlungen zurückzuführen, jedes Jahr gingen dadurch 450 000 Arbeitsplätze vor allem in kleineren Unternehmen verloren.

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