Wirtschaft : EU beschwert sich bei WTO über China Streitpunkt sind Strafzölle auf Stahlrohre

Genf/Brüssel - Ein neuer Streitherd in den gespannten Handelsbeziehungen zwischen Europa und China: Die Europäische Union hat im Handelsstreit mit China die Welthandelsorganisation (WTO) eingeschaltet. Grund seien die von der Volksrepublik angekündigten Strafzölle auf rostfreie Stahlrohre, wie die EU am Donnerstag in Genf mitteilte. „Die EU geht davon aus, dass die Strafzölle nicht mit dem WTO-Gesetz vereinbar sind“, hieß es. „Die Zölle von 9,7 bis 11,1 Prozent auf europäische Produkte behindern den Zugang zum chinesischen Markt deutlich.“

Die Beschwerde kommt in einer Zeit wachsender Spannungen in den Handelsbeziehungen zwischen der EU und China. Es geht zum Beispiel um chinesisches Porzellan auf dem EU-Markt und Chemie-Importe aus Europa nach China. Der vorläufige Höhepunkt war erreicht, als die EU in der vergangenen Woche vorläufige Schutzzölle auf aus China importierte Solarmodule verhängte. Peking kündigte daraufhin an, Strafzölle auf europäischen Wein zu prüfen. Am Donnerstag bestritt die Kommission einen Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um Schutzzölle auf Solarmodule.rtr/AFP

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