Wirtschaft : EU billigt Stinnes-Übernahme durch die Bahn Weitere Zukäufe sind nicht ausgeschlossen

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Brüssel/Berlin (dpa/hop). Die Europäische Kommission hat die Übernahme des Speditionsunternehmens Stinnes durch die Deutsche Bahn genehmigt. Nach Ansicht der Brüsseler Wettbewerbshüter führt die Transaktion zu keiner marktbeherrschenden Stellung der Bahn. Beide Unternehmen seien zwar auf ihren jeweiligen Märkten führend. Weil sich ihre Tätigkeiten aber nur gering überschneiden würden, erhob die Behörde am Dienstag keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.

Damit hat die Deutsche Bahn bei der angestrebten Komplettübernahme des Logistikkonzerns Stinnes eine weitere wichtige Hürde genommen. Mit der Übernahme von Stinnes für rund 2,5 Milliarden Euro will die bundeseigene Bahn AG im Güterverkehr zu einem führenden Logistikanbieter aufsteigen. Nach Angaben der Bahn hat auch die kanadische Kartellbehörde die Transaktion gebilligt. Nach der bereits erfolgten Zustimmung durch das Bundesverkehrsministerium seien somit alle in der Angebotsunterlage enthaltenen aufschiebenden Bedingungen erfüllt. Das Übernahmeangebot der Bahn könne nun vollzogen werden.

Bahnchef Hartmut Mehdorn sieht Stinnes als ideale Ergänzung für seinen Konzern. Stinnes müsse nicht die einzige Übernahme bleiben, erklärte er am Montagabend in Berlin. Der Verschuldungsgrad der Bahn sei gut. Vor allem Straßenverkehrsunternehmen seien für die Bahn lohnend.

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