Wirtschaft : EU-Erweiterung: EU-Länder profitieren von Osteuropa-Migration

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Die EU-Erweiterung wird den Beitrittskandidaten einen erheblichen Wachstumsschub bescheren, auf die Mitglieder der alten Union dagegen nur einen geringen positiven Effekt haben. Dies ist das Ergebnis einer Studie der EU-Kommission, die Wirtschafts- und Währungskommissar Pedro Solbes in Berlin vorstellte. Danach können die acht untersuchten osteuropäischen Beitrittskandidaten (ohne Rumänien und Bulgarien) bei einem unterstellten Beitritt in 2005 in dieser Dekade ein durchschnittliches zusätzliches Wachstum von 1,5 Prozentpunkten warten. Zusätzliche Reformen und Hilfe durch EU-Strukturfonds könnten den Wachstumsschub sogar auf zwei, in einigen Staaten auf drei Punkte erhöhen. Der Effekt der Erweiterung auf die wesentlich größeren Volkswirtschaften der bisherigen Union ist dagegen nach Angaben von Solbes bescheiden, aber auf jeden Fall positiv. So rechnen seine Ökonomen damit, dass die EU-Volkswirtschaften bis 2010 ein zusätzliches Wachstum von 0,5 bis 0,7 Prozentpunkte verzeichnen dürften. Der Einfluss eines wachsenden Handels wird dabei geringer erachtet als der durch die Zuwanderung von Osteuropäern. Nach Ansicht der EU-Ökonomen stärkt dies die Arbeitsmärkte, weil die Migranten überdurchschnittlich gut ausgebildet sind.

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