Wirtschaft : EU gegen Ausnutzung des IWF als letzten Geldgeber

DRESDEN (rtr).Die Europäische Union hat sich dagegen ausgesprochen, daß der Internationale Währungsfonds (IWF) bei Finanzkrisen in der Welt stets als letzter Geldgeber geradestehen muß.Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer sagte am Wochenende nach dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der EU in Dresden, man sei sich einig gewesen, daß der IWF im Fall von Turbulenzen vielmehr die Rolle eines Katalysators einnehmen solle.Zahlreiche Regierungen hatten kritisiert, daß Großbanken und Konzerne riskante Investments in Schwellenländern eingingen, der Währungsfonds - und damit der Steuerzahler - aber für Verluste aufkommen solle.Noch keine Annäherung wurde in der Frage erreicht, wie die Rolle des IWF und seines wichtigsten Gremiums, des Interimsausschusses, gestärkt werden kann.Hierüber soll bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank beraten werden, deren Konferenzserie in dieser Woche in Washington beginnt.

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