Wirtschaft : EU-Geldbuße wegen verspäteter Fusions-Anmeldung

STRASSBURG/BRÜSSEL (dpa).Die Europäische Kommission macht Ernst und hat als ausdrückliche Warnung erstmals gegen ein Unternehmen eine Geldbuße wegen zu später Anmeldung eines Firmenkaufs verhängt.Die Strafe gegen den koreanischen Elektronikhersteller Samsung in Höhe von 33 000 Ecu (etwa 66 000 DM) beschloß die Kommission am Mittwoch in Straßburg bei einer Tagung am Sitz des Europaparlaments.Samsung hatte die mehrheitliche Übernahme des US-Unternehmens AST Research Inc.nicht bei den Brüsseler Wettbewerbsbehütern zur Prüfung angemeldet und die Übernahme vor einer Genehmigung durch die EU-Behörde vollzogen.Nach den Angaben aus Brüssel verhängte die Kommission erstmals seit Inkrafttreten der Fusionsbestimmungen der Europäischen Union im Jahr 1990 eine solche Geldstrafe."Die Kommission denkt, daß dieser Fall die Unternehmen nachdenklich machen sollte", schrieb die Behörde."Die Fusionsbestimmungen sehen ausdrücklich Geldbußen und tägliche Geldstrafen vor, wenn Unternehmen die EU-Regeln zur Anmeldung von Zusammenschlüßen oder Firmenkäufe nicht respektieren." Dies war bei dem Samsungkonzern der Fall.

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