Wirtschaft : EU-Gipfel: Beitrittskandidat: Polen

Klaus Bachmann

Nach dem jüngsten Fortschrittsbericht der EU gilt Polen mit Ungarn und Estland als einer der erfolgreichsten Kandidaten. Das Wirtschaftswachstum dürfte im ersten Halbjahr 2000 fünf Prozent erreicht haben. Allerdings bei einer hohen Inflation. Die Rate lag 1999 bei acht Prozent. Dafür bewegt sich das Haushaltsdefizit mit 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung in überschaubaren Größenordnungen. Und auch der Export wächst allmählich wieder schneller als der Import. Größtes Problem ist zur Zeit die wachsende Arbeitslosigkeit, die inzwischen 13 Prozent beträgt. Grundsätzlich hat Polen seit 1996 zahlreiche Reformen in Angriff genommen: so auch die Kranken- und die Rentenversicherung. Und bereits 1998 wurde die öffentliche Verwaltung dezentralisiert.Zu den größten Hürden für den Beitritt gehört der Umweltschutz. Ein großer Teil der polnischen Milchproduktion entspricht nicht den EU-Hygienestandards. Insgesamt hat Polen für den Umweltschutz 14 Übergangsfristen beantragt.

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