Wirtschaft : EU-Gipfel: Beitrittskandidat: Tschechien

Ludmila Rakusan

Zum ersten Mal seit der Finanzkrise 1996 geht es in Tschechien wieder aufwärts: Das Wirtschaftswachstum dürfte dieses Jahr zwei bis 2,5 Prozent erreichen und 2001 um ein weiteres Prozent zulegen. Dabei lag die Inflation 1999 bei 2,1 Prozent und soll dieses Jahr die Vier-Prozent-Marke nicht übersteigen. Allerdings gilt dieser zarte Aufschwung als brüchig. Ein festeres Fundament, glauben Experten, bekommt die Wirtschaft erst dann, wenn die Strukturreformen durchgeführt werden. Auch die EU-Kommission mahnt weitere Privatisierungen und Umstrukturierungen an. Das freilich wird auch die Arbeitslosenzahlen nach oben treiben. Zurzeit liegt die Quote bei zehn Prozent. Und in den Gruben- und Stahlhüttengebieten im Norden ist schon jeder Fünfte ohne Arbeit. Um den Reformprozess fortzusetzen, muss Tschechien das Konkursrecht und das Justizsystem leistungsfähiger machen. Auch die Reform der öffentlichen Verwaltung, moniert die EU-Kommission, müsse vorangetrieben werden.

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