Wirtschaft : EU hat Bedenken gegen die Unterstützung des Staats

Bei den EU-Wettbewerbshütern gibt es Bedenken gegen die geplanten britischen Staatsbeihilfen für die BMW-Tochter Rover von knapp einer halben Milliarde Mark. Das verlautete am Montag aus Kommissionskreisen in Brüssel. Beobachter erwarten deshalb, das die EU-Kommission bei ihrer für den 22. Dezember erwarteten Entscheidung das bisher bekannte Hilfspaket Großbritanniens von 150 Millionen Pfund (455 Millionen Mark) so nicht absegnen dürfte. Die Staatshilfe war für BMW Voraussetzung dafür, rund zehn Milliarden Mark in den britischen Produzenten zu investieren. Offiziell äußerte sich die Kommission am Montag nicht. Ein Sprecher von Wettbewerbskommissar Mario Monti bestätigte nur den voraussichtlichen Entscheidungstermin. In der Münchener BMW-Zentrale hieß es, "wir hoffen auf eine frühe und positive Entscheidung".

Ohne staatliche Zuschüsse hätte BMW nach eigenen Angaben möglicherweise in Ungarn investiert. Doch nach Informationen der "Financial Times" bezweifelt die EU-Kommission, dass BMW die ungarische Alternative jemals ernsthaft erwogen hat. Aus dem Umfeld der Brüsseler EU-Kommission wurde auf einen ähnlich gelagerten Fall aus der Autobranche hingewiesen: die Beihilfen für VW in Dresden. Die Kommission hat ein Prüfverfahren gestartet, um Beihilfen von 194 Millionen Mark für die Dresdner "Gläserne Automanufaktur" des Konzerns unter die Lupe zu nehmen. VW hatte als Alternativstandort einen Prager Vorort angegeben.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben