Wirtschaft : EU-Parlament bestätigt Bank-Direktorium

Issing wird auch dazu gehören STRASSBURG (rtr).Mit großer Mehrheit hat das Europäische Parlament am Mittwoch die Kandidaten für das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) bestätigt.Erster Präsident der EZB wird der Niederländer Wim Duisenberg.Neben ihm werden dem Direktorium fünf Mitglieder angehören, darunter Bundesbank-Chefvolkswirt Otmar Issing.Formell müssen die Regierungen der EU-Staaten die sechs Währungshüter noch ernennen.Dann kann die EZB mit Sitz in Frankfurt die Vorbereitungen für die Einführung des Euro aufnehmen.Neben Duisenberg und Issing werden die finnische Zentralbankchefin Sirkka Hämäläinen, der Spanier Eugenio Domingo Solans, der Franzose Christian Noyer und der Italiener Tommaso Padoa-Schioppa dem EZB-Direktorium angehören.Die EU-Regierungen werden die Direktoriumsmitglieder nun voraussichtlich im schriftlichen Umlaufverfahren endgültig ernennen.Zwar war im Europäischen Parlament Kritik an dem Kompromiß laut geworden, mit dem die EU-Staats- und Regierungschefs am ersten Mai-Wochenende Duisenberg nach stundenlangem Tauziehen auf den Chefposten der EZB berufen hatten.Duisenberg war für die im Maastrichter Vertrag vorgesehene Amtszeit von acht Jahren berufen worden, erklärte aber gleichzeitig, er wolle vorzeitig seinen Posten räumen.Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac erklärte daraufhin, der französische Notenbankchef Jean-Claude Trichet werde spätestens im Sommer 2002 Duisenbergs Nachfolger.In einer Anhörung hatte das Europa-Parlament Duisenberg gefragt, wie es dieser mit seiner Amtszeit halte.Der Niederländer hatte daraufhin erklärt, daß es nicht ausgeschlossen sei, daß er bei "guter Gesundheit" auch länger als vier Jahre im Amt bleiben werde.

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