Wirtschaft : EU: Pokemon-Karten waren zu teuer

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(dpa). Die bei Kindern sehr beliebten PokemonKarten und -Aufkleber sind nach Ansicht der EU-Kommission in einigen Ländern zu teuer verkauft worden. Der Hersteller, der US-Konzern Topps, habe Märkte in Europa abgeschottet und die Preise zum Teil künstlich hoch gehalten. Kleine Finnen oder Franzosen müssten deshalb am Kiosk viel mehr Taschengeld für die begehrten Karten hinlegen als ihre Altersgenossen in Italien oder Spanien, sagte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Donnerstag in Brüssel. Er habe deshalb ein förmliches Kartellverfahren wegen unlauterer Geschäftspraktiken eingeleitet. Falls Monti seinen Vorwurf beweisen kann, droht der Topps Europe Ltd. und anderen Töchtern des US-Konzerns ein Bußgeld von bis zu 10 Prozent eines Jahresumsatzes. Der Nintendo-Konzern, der das Pokemon-Spiel entwickelt hat, ist vom Brüsseler Verfahren nicht betroffen.

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