Wirtschaft : EU setzt Mastercard Frist

Brüssel - Die Kreditkartenfirma Mastercard muss ihre verbraucherunfreundlichen Gebühren abschaffen. Die den Banken in Rechnung gestellten Entgelte für die Kartenzahlung im EU-Ausland verstießen gegen europäisches Wettbewerbsrecht und verteuerten die Preise für die Kunden unnötig, begründete die EU-Kommission am Mittwoch den Beschluss. Die Verbraucher zahlten unter Umständen doppelt für ihre Karte, weil sie neben der Jahresgebühr auch noch über höhere Preise zur Kasse gebeten würden. Mastercard muss die Gebühren nun innerhalb von sechs Monaten abschaffen.

Bei Zahlungen mit Mastercard-Kreditkarten muss der Handel laut Kommission Gebühren zwischen 0,8 und 1,2 Prozent des Warenwerts zahlen. Bei der Nutzung von EC-Karten, sogenannten Debitkarten, werden fünf Cent fällig sowie zusätzlich 1,05 Prozent des Kaufpreises. Solche Gebührensysteme sind nach Ansicht der Kommission nicht notwendig.

Entgelte für die Nutzung von Zahlungskarten mit dem Eurocard- und Maestro- Logo sind laut Kommission nicht an sich rechtswidrig. Bedingung dafür sei aber, dass solche Gebühren positive Wirkungen für Wirtschaft und Verbraucher hätten. Mastercard habe jedoch nicht nachweisen können, dass die negativen Wirkungen der Gebühren auf den Wettbewerb zwischen Banken durch Effizienzgewinne aufgewogen würden, von denen auch die Verbraucher profitierten. AFP

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