Wirtschaft : EU-Staaten machen sich Konkurrenz

Berlin - Der Subventionswettlauf um die Rettung der Opel-Werke kommt ins Rollen. Zugleich scheint eine wichtige Personalie geklärt zu sein. Nach Informationen des „Spiegels“ soll der stellvertretende Chef von Mercedes-Benz, Rainer Schmückle, Nachfolger von GM-Europachef Nick Reilly werden.

Wie das Magazin weiter meldet, haben Großbritannien, Spanien und Polen General Motors (GM) Kreditbürgschaften und Steuererleichterungen in Aussicht gestellt, um Opel-Werke in ihren Ländern zu retten. Auch Belgien hatte Staatshilfen versprochen. Insgesamt geht es um mehr als eine Milliarde Euro. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lehnt dagegen weiter eine Sonderbehandlung für Opel ab. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte: „Über Hilfen aus dem Deutschlandfonds könnte man reden, wenn ein Antrag gestellt wird. Dieser würde dann sorgfältig geprüft. Vorher ist alles Spekulation.“

Am Montag kommt GM-Europachef Nick Reilly in Brüssel auf Einladung von EU-Industriekommissar Günter Verheugen mit Wirtschaftsministern der EU-Länder zusammen. Er hatte zuvor in Polen, Großbritannien, Belgien und Spanien für Unterstützung geworben. Nach „Spiegel“-Informationen soll Großbritannien Kreditbürgschaften von mehr als 400 Millionen Euro in Aussicht gestellt haben. Spanien soll 300 bis 400 Millionen Euro angeboten, Polen Steuererleichterungen versprochen haben. In Belgien liegen versprochene Staatshilfen von mehr als 500 Millionen Euro auf dem Tisch. dpa

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