Wirtschaft : EU will einheitliche Auto-Steuern

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Brüssel (tog). Die Europäische Kommission will die Steuern vereinheitlichen, die in der EU die Autofahrer zum Teil ganz erheblich belasten. Außerdem soll die Besteuerung stärker an den umweltpolitischen Zielen ausgerichtet werden. „Ich bin entschlossen, die steuerlichen Hindernisse zu beseitigen, die durch die 15 verschiedenen Systeme der KfZ-Besteuerung den EU-Binnenmarkt zerstückeln,“ sagte der in Brüssel auch für Steuern zuständige EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein. Der größte Stein des Anstoßes stellt für die EU- Kommission die Zulassungssteuer dar, die in zehn der 15 EU-Staaten erhoben wird. In Deutschland wird diese Steuer nicht erhoben, in Dänemark zahlen Autofahrer beim Kauf eines Neuwagens dagegen eine Summe von bis zu 15659 Euro Zulassungssteuer. Diese gravierenden Unterschiede tragen erheblich dazu bei, dass ausgerechnet auf dem wichtigen Markt für Autos noch kein grenzenloser EU-Binnenmarkt entstehen konnte. Um bessere Bedingungen für den Binnenmarkt zu schaffen, schlägt die EU-Kommission jetzt vor, die Zulassungssteuer zunächst zu senken und am besten innerhalb von fünf bis zehn Jahren ganz abzuschaffen.

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