Wirtschaft : Euro: Alles nur Blüten!

R.B.

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Ted: Der Euro - mehr Vor- oder mehr Nachteile? So könnte es in der Tat in der Nacht zum 1. Januar 2002 ablaufen. Mit einem großen Spektakel auf dem Dam-Platz in Amsterdam feiert eine große Privatbank die Einführung der neuen Währung. Zwölf Buden der Euro-Teilnehmerländer präsentieren sich als Eurodorf, in dem Bankangestellte in nationaler Tracht nationale Währungen in Euro umtauschen. Oscar Straver, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Mercator Bank, hat sich das alles ausgedacht - und das Fernsehen aus London ist auch live dabei.

Sarita Rachman aus Surinam versieht den Dienst am spanischen Schalter, geht kurz vor Mitternacht noch einmal alle Sicherheitsmerkmale der Scheine durch. Und dann das! Der 500-Euro-Schein fühlt sich flach an, keine erhabene Tinte, kein Relief, eine Fälschung. Alle 500-Euro-Scheine sind falsch. Und der Chef der Bank will vor den Augen der Welt live 2000 Gulden wechseln. Oscar Straver weiß die Panne noch gerade zu vermeiden, man tauscht eben nur 1000 Gulden, aber die Bank hat ein Problem.

Was Roel Janssen, Wirtschaftsredakteur der niederländischen Tageszeitung "NRC Handelsblad", in seinem Roman "Die Eurofälscher" thematisiert, dürfte der Albtraum aller Politiker, Banker und Euro-Befürworter sein. Das neue Zeitalter beginnt mit einer Fälschung. Wie konnte das trotz aller strengen Sicherheitsvorkehrungen geschehen? Was bedeuten die Fälschungen für den Ruf der neuen Währung und den der Bank? All diese Fragen soll Oscar Straver, der neu bei der Bank ist, diskret klären, denn an Publicity ist die Privatbank natürlich nicht interessiert. Diese Konstruktion gibt Roel Janssen die Möglichkeit, alle Aspekte der Euro-Bargeldeinführung zu beleuchten. Dass es dabei auch um Geldwäsche und Steuerhinterziehung geht, versteht sich von selbst.

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