Wirtschaft : Euro auf dem höchsten Stand seit drei Jahren

Währung klettert über 1,02 Dollar Händler nervös wegen Kriegsgefahr

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Berlin (Tsp). Der Euro ist am Freitag erstmals nach drei Monaten wieder über den Stand von 1,02 USDollar geklettert. In der Spitze erreichte die Gemeinschaftswährung mit 1,0259 Dollar den höchsten Stand seit Januar 2000. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0221 Dollar fest. Im New Yorker Nachmittagshandel konnte die Währung weitere Gewinne verbuchen. Als Grund nannten Händler die Schwäche des Dollar. Insbesondere die Probleme auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt und Spekulationen über einen näher rückenden Krieg mit dem Irak führten dazu, dass sich immer mehr Investoren aus dem Dollar zurückzögen, hieß es. Zudem ist laut Commerzbank-Währungsexperte Michael Schubert unklar, ob die US-Regierung ihre Politik des starken Dollar aufgibt, um die heimische Exportwirtschaft anzukurbeln. Darüber hatten die Finanzmarkt-Teilnehmer nach dem Wechsel im US-Finanzministerium Anfang der Woche spekuliert.

Unterdessen hat sich Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) zurückhaltend zu den Forderungen einiger Euro-Länder geäußert, Ein- und Zwei-Euro-Scheine einzuführen. Es gebe keine entsprechenden Vorhaben, sagte Eichel am Freitag in Berlin.

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