Wirtschaft : Euro: Bricht die Konjunktur ein?

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Das Blatt scheint sich zu wenden: Immer mehr Fachleute sehen die Konjunktur der nächsten Monate in keinem günstigen Licht. Ob Internationaler Währungsfonds (IWF), private Banken oder das ifo-Institut, das Unternehmen befragte: Die Reihen der Skeptiker füllen sich, die eine Wachstumsdelle in Europa und in der Welt kommen sehen. Falsch wäre es aber, jetzt ob der Warnungen in Panik zu verfallen und eine drohende Weltwirtschaftskrise herbeizureden. Gewiss, zwischen den großen Wirtschaftsblöcken USA und Europa besteht nach wie vor ein gefährliches Ungleichgewicht. Und der Euro ist schwächer denn je; selbst Zinserhöhungen könnten für die Europäische Zentralbank wieder ein Thema werden, sollte die schwache Währung im Einklang mit dem hohen Ölpreis die Inflation weiter anheizen. Eine solche Maßnahme wäre für die Konjunktur alles andere als gesund. Allen Kassandra-Rufen zum Trotz sollte man aber nicht vergessen, dass die Fachleute nur von einer kurzfristigen Delle reden. Langfristig, da sind sich die Ökonomen einig, ist das Wachstum in Europa robust genug. Zudem werde das Öl nicht auf ewig so teuer bleiben, versprechen die Ölkonzerne. Und eines Tages - keiner weiß genau wann - werden sich auch die Finanzmärkte beruhigen und Vertrauen in den Euro gewinnen.

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