Wirtschaft : Euro: EU-Präsident Prodi für Stützungskäufe

Stützkäufe zu Gunsten des Euro bleiben unter Finanzexperten weiter umstritten. Nach dem Rekordtief von 0,8543 Dollar zum Wochenbeginn wurde die Talfahrt am Dienstag zunächst gestoppt. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) betrug 0,8614 Euro. EZB-Präsident Wim Duisenberg bekräftigte, dass der schwache Kurs des Euro zum Dollar nicht gerechtfertigt sei. "Der Außenwert des Euro entspricht nicht den starken wirtschaftlichen Grundlagen", sagte Duisenberg am Dienstag vor dem Währungsausschuss des EU-Parlaments.

Der Präsident der EU-Kommission, Romano Prodi, sprach sich für eine gemeinsame Intervention der Zentralbanken der EU, der USA und Japans zur Euro-Stützung aus. "Das wäre inzwischen auch im amerikanischen Interesse", erklärte Prodi in einem vorab verbreiteten Interview des "Stern". Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, empfahl den Notenbanken den Verkauf überschüssiger Dollarreserven.

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