Wirtschaft : Euro: Eurosplitter

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Umtausch kann teuer werden

Beim Umtausch der alten D-Mark-Bestände in Euro müssen die Bundesbürger zum Teil tief in die Tasche greifen, wenn sie nicht zu ihrer Hausbank gehen. Die Postbank etwa verlangt von allen Kunden, die kein Konto bei ihr haben, eine Umtauschgebühr von fünf Euro. Umtauschgebühren erheben auch die Citibank sowie einige Volksbanken und Sparkassen. In den meisten Instituten aber ist nach Auskunft des Bankenverbandes der Wechsel von D-Mark in Euro unentgeltlich. Dafür ist in den meisten Fällen die Umtauschsumme begrenzt. dpa

Erste Blüten aufgetaucht

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In Deutschland sind die ersten drei falschen Euro-Scheine aufgetaucht. Dabei soll es sich um "ganz ganz plumpe Fälschungen" handeln, wie die Bundesbank am Donnerstag mitteilte. Obwohl keiner der Scheine eines der Sicherheitsmerkmale enthielt und alle mit bloßem Auge als "Blüten" zu erkennen waren, hatte ein Mann in einem Fall mit seinem Betrug Erfolg. Er tauschte einen 500-Euro-Schein in einer Spielhalle im nordrhein-westfälischen Alzey für fast den kompletten Gegenwert in Münzen für die Spielautomaten ein. dpa

Nur die Hälfte überwiesen

Die Euro-Umstellung hat bei der Bundesanstalt für Arbeit zu einer Panne geführt. Bis zu 10 000 Empfänger von Überbrückungsgeld für Selbstständige erhielten zum Monatsanfang nur rund die Hälfte der üblichen Bezüge. Das Softwareprogramm habe die Beträge irrtümlich als D-Mark gelesen. Empfänger von Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe waren von dem Fehler nicht betroffen, sagte ein Behördensprecher am Donnerstag in Nürnberg. dpa

Kaum höhere Fehlbeträge

Trotz der Umrechnungen von D-Mark und Euro haben Warenhäuser und Supermärkte in Deutschland bisher kaum größere Fehlbeträge in ihren Kassen, sagte der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, am Donnerstag in Berlin. Die Kassierer seien meist gut geschult und zählten auch etwas genauer nach als sonst. dpa

Scheine doch nicht waschbar

Rutscht ein Euro-Schein versehentlich in die Waschmaschine, kann dies den Hologramm-Sicherheitsstreifen am rechten Rand herauswaschen. Dies ergab ein "Geldwäsche"-Test der TV-Sendung "Ländersache". Schon ein Vollwaschgang mit 40 Grad zerstöre teilweise den Streifen, auch wenn der Schein schonend in einer Hosen- oder Hemdtasche mitgewaschen werde, berichtete der Südwestrundfunk am Donnerstag. Besonders empfindlich reagierten die roten Zehn-Euro-Scheine. dpa

Euro-Noten mit Fehlern

In den Niederlanden sind einige Dutzend fehlerhafte Fünf-Euro-Scheine aufgetaucht. Bei ihnen fehlte der Buchstabe vor der Seriennummer an der linken Seite unten, teilte ein Sprecher der Niederländischen Bank am Donnerstag mit. Alle anderen Angaben und auch die Echtheitskennzeichen seien in Ordnung. Deshalb brauchten die Geldscheine nicht eingezogen zu werden. Der Buchstabe vor der Seriennummer gibt an, in welchem Land die Noten gedruckt worden sind. Scheine aus niederländischer Produktion tragen den Buchstaben p, bestätigte der Sprecher. dpa

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