Wirtschaft : Euro: Eurosplitter

dpa

Kleine Scheine werden knapp

Kleine Euro-Banknoten werden knapp. In fast allen zwölf Ländern sind vier Tage nach Einführung des neuen Bargelds "kleinere Probleme" bei der Versorgung mit Fünf- und Zehn-Euro-Scheinen aufgetreten, wie die EU-Kommission in Brüssel am Freitag mitteilte. Eine Knappheit von 50-Cent-Münzen, wie sie aus Frankreich und Spanien gemeldet wurde, sei jedoch nicht als allgemeines Problem bekannt. Zufrieden zeigte sich der Sprecher von Währungskommissar Pedro Solbes mit der zunehmenden Verwendung des neuen Bargeldes in den Geschäften. Der Anteil des Euro an den Ein- und Verkäufen im Euro-Raum sei von 20 Prozent am Mittwoch auf 40 Prozent am Donnerstag gestiegen. Vorn lägen die Niederländer, die bereits drei Viertel aller Transaktionen mit dem Euro abwickelten. dpa

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Umrüster haben Probleme

Die Umrüstung der deutschen Automaten auf Euro-Bargeld ist durch das kalte Wetter in Verzug geraten. "Erst Mitte Februar werden nahezu alle 2,5 Millionen Geräte eurotauglich sein", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Automaten-Großhandels-Verbandes, Jörg Meurer, am Freitag. Ursprünglich war dies bis Ende Januar vorgesehen. Der Verband schätzt die Kosten für alle Geräte auf rund 0,6 Milliarden Euro (1,1 Milliarden Mark). Viele Betriebe seien wegen der teuren Umrüstung wohl gezwungen, ihr Geschäft aufzugeben. dpa

Banken zahlen Milliarden

Rund 20 Milliarden Euro haben die europäischen Banken für die Währungsumstellung ausgegeben. Das ermittelte die europäische Bankenvereinigung in Brüssel. Daniel Szmukler, Berater des Generalsekretärs der Vereinigung, erklärte: Die Umstellung auf den Euro sei für die Banken "wesentlich teurer gewesen als für manch anderen Industriezweig". Bei der Bargeldumstellung habe es keinerlei größere, nennenswerte Pannen gegeben. Tsp

Mark-Beträge falsch abgebucht

Die Deutsche Bank 24 hat wegen einer Panne bei der Euro-Umrechnung mehreren Tausend Kunden zu viel Geld abgebucht. Viele Kunden der Bank zogen am Neujahrstag die ersten Euro aus den Geldautomaten - die Bank buchte ihnen aber den 1,95-fachen Betrag von den Konten ab: Die in D-Mark umgerechnete Summe wurde in Euro abgezogen. "Inzwischen ist der Fehler behoben, das Geld wurde bereits zurück überwiesen", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank 24 am Freitag. Auf den Kontoauszügen tauche die Korrektur allerdings erst am Sonnabend auf. dpa

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