Wirtschaft : Euro: Industrie bestreitet Preiserhöhungen

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Der Euro wird die Preise für Lebensmittel nicht verändern. Dieser Meinung sind zumindest große Herstellerfirmen. "Wir benutzen den offiziellen Umrechnungskurs", sagt eine Sprecherin der Firma Procter & Gamble. Verbraucherschützer hatten das Unternehmen kritisiert, da der Inhalt einer Zahnpastertube von 100 auf 75 Milliliter verringert worden war - bei gleichem Preis. Solche Umstellungen seien üblich und ständen nicht im Zusammenhang mit der Einführung des Euro. Auch die Herstellerfirma Unilever streitet versteckte Preiserhöhungen im Zuge der Euroumstellung ab. "Die Verpackungen sind gleichgeblieben. Die Preise werden nicht verändert, sondern nur in Euro umgerechnet", sagt eine Sprecherin des Unternehmens. "Was jedoch der Handel aus den Preisen macht, darauf haben wir natürlich keinen Einfluss."

"Wir stellen die Preise exakt um. Bei uns gibt es weder versteckte Preiserhöhungen noch Verpackungsumstellungen", heißt es auch bei Kraft Foods Deutschland. "Das sind die Vereinbarungen der Lebensmittelindustrie. Und ich denke, dass sich die meisten auch daran halten", sagt Pressesprecher Rolf Sauerbier. Auf Dauer käme es jedoch vermutlich zu einer Erhöhung des Preisniveaus in Deutschland, da die Preise für Lebensmittel im Vergleich mit anderen europäischen Ländern sehr niedrig seien.

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